Sinti und Roma Denkmal

Angebot/Kurzbeschreibung:
Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas.
1992 beschloss die Bundesregierung die Errichtung eines nationalen Denkmals in Erinnerung an die Ermordung der als »Zigeuner« verfolgten europäischen Sinti und Roma. Das Denkmal des Künstlers Dani Karavan besteht aus einem Brunnen mit einem versenkbaren Stein, auf dem täglich eine frische Blume liegt. Darüber hinaus informieren Tafeln über Ausgrenzung und Massenmord an dieser Minderheit während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Das Denkmal wurde am 24. Oktober 2012 feierlich der Öffentlichkeit übergeben.
 
Anschrift:
Sinti und Roma Denkmal
Simsonweg
10557 Berlin-Tiergarten
 
Verkehrsanbindung:
U-Bahn:
U6 Unter den Linden
S-Bahn:
S1 / S2 / S25 / S26 Brandenburger Tor
Bus:
100 Reichstag/Bundestag
 
Öffnungszeiten:
24 Stunden
 
Zielgruppe (m/w):
Alle
 
Preis/Aufwandsentschädigung:
Kostenlos
 
Telefon:
030 / 263 94 30
 
FAX:
 
 
Internet:
 
E-Mail:
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Ansprechpartner/innen:
 
 
Ausstattung:
  • Wasserbecken
  • Dreieckiger Sockel mit Blume
  • Geigenton
  • Steine mit Ortsnamen
Voraussetzung/Nachweise:
Keine
 
Sonstige Information: Text übernommen von deren Website
Die metallene Einfassung der Wasserschale birgt das Gedicht »Auschwitz« des italienischen Roma-Musikers, Komponisten und Hochschullehrers Santino Spinelli. In deutscher und englischer Fassung säumt es den See. Am Rande der Chronologie ist es außerdem in zwei unterschiedlichen Dialekten des Romanès zu lesen.
 
Eingefallenes Gesicht erloschene Augen kalte Lippen Stille ein zerrissenes Herz ohne Atem ohne Worte keine Tränen.
 
Im Zentrum der im Oktober 2022 ergänzten Freiluftausstellung stehen die Biografien von neun verfolgten oder ermordeten Roma und Sinti aus verschiedenen europäischen Herkunftskontexten. Daneben stellt die Ausstellung die europäische Dimension des Völkermords dar, erzählt Geschichten des Widerstands und bildet den mühsamen Einsatz der Bürgerrechtsbewegungen um Anerkennung ab.
Unter der Herrschaft des Nationalsozialismus wurden von 1933 bis 1945 Hunderttausende Menschen in Deutschland und anderen europäischen Ländern als »Zigeuner« verfolgt. Die meisten von ihnen bezeichneten sich selbst nach ihrer jeweiligen Zugehörigkeit zu verschiedenen Gruppen beispielsweise als Sinti, Roma, Lalleri, Lowara oder Manusch. Die größten Gruppen in Europa waren die Sinti und Roma. Ziel des nationalsozialistischen Staates und seiner Rassenideologie war die Vernichtung dieser Minderheit: Kinder, Frauen und Männer wurden verschleppt, an ihren Heimatorten oder in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet. Von Verfolgungsmaßnahmen betroffen waren auch Angehörige der eigenständigen Opfergruppe der Jenischen und andere Fahrende.