Angebot/Kurzbeschreibung:
Der jüdische Friedhof Weißensee ist einer der größten und schönsten jüdischen Friedhöfe Europas. Zahlreiche Berliner Persönlichkeiten wurden hier beigesetzt.
Anschrift:
Jüdischer Friedhof Weißensee
Herbert-Baum-Straße 45
13088 Berlin-Weißensee
Verkehrsanbindung:
S-Bahn:
S8 / S41 / S42 / S85 Greifswalder Straße
Bus:
156 Michelangelostraße
Tram:
M4 / M13 / 12 Albertinenstraße
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 07.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Freitag 07.30 Uhr bis 14.30 Uhr
Sonntag 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr Uhr
Schabbat (Samstag) und Feiertage geschlossen
Zielgruppe (m/w):
Alle
Preis/Aufwandsentschädigung:
Kostenlos
Telefon:
Kein
FAX:
Kein
Internet:
E-Mail:
Ansprechpartner/innen:
Keine
Ausstattung:
Männer sollten bei Besuchen des Jüdischen Friedhofs Weißensee ihren Kopf bedecken. Am Eingang werden leihweise Kippas zur Verfügung gestellt.
Voraussetzung/Nachweise:
Keine
Sonstige Information: Text übernommen von Berlin.de
Auf dem 1880 eingeweihten Friedhof befindet sich ein vom Haupteingang zu erreichendes Rondell, in dessen Mitte ein Stein zum Gedenken an die Millionen Juden errichtet wurde, die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung geworden sind. Auf den kreisförmig angeordneten Steinen sind die Namen aller großen Konzentrationslager eingemeißelt. Hinter dem Rondell befindet sich die 1880 von Hugo Licht errichtete alte Trauerhalle, deren Akustik schon zur Zeit ihrer Einweihung gerühmt wurde.
Südlich des Standorts der 1910 erbauten und 1944 zerstörten neuen Trauerhalle befindet sich ein Ehrenfeld für die im Ersten Weltkrieg gefallenen jüdischen Soldaten. In seinem Zentrum steht ein drei Meter hohes Denkmal aus Muschelkalkstein, das einen monumentalen Altar darstellt. Rechts vom Haupteingang, in einem Gräberfeld an der Nordecke des Friedhofs, befindet sich eine Beisetzungsstätte für rund 90 während der Pogromnacht 1938 geschändete Thorarollen.
Zahlreiche Berliner Persönlichkeiten sind hier beigesetzt, unter anderem der Sozialpolitiker Max Hirsch (1832-1905), der hebräische Schriftsteller Micha Josef Bin Gorion (1865-1921), der Maler Lesser Ury (1861-1931) sowie die Verleger Samuel Fischer (1859-1934) und Rudolf Mosse (1843-1920). Bis 1998 wurden auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee mehr als 115.200 jüdische Bürger Berlins beigesetzt.