Angebot/Kurzbeschreibung:
Günter Litfin war das erste Todesopfer durch Schüsse an der Berliner Mauer.
Die von seinem Zwillingsbruder Jürgen Litfin eigenständig konzipierte Ausstellung
„Von Günter Litfin bis Chris Gueffroy“ im Grenzwachturm am Kieler Eck ist allen Opfern an der Berliner Mauer gewidmet.
Anschrift:
Gedenkstätte Günter Litfin
Kieler Straße 2
10155 Berlin-Mitte
Verkehrsanbindung:
U-Bahn:
U6 Schwartzkopffstraße
Bus:
120 Bundeswehrkrankenhaus
Öffnungszeiten:
1. Mai bis 31. Oktober
Samstag und Sonntag von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Zielgruppe (m/w):
Mindestalter 8 Jahre.
Preis/Aufwandsentschädigung:
Eintritt frei
Kosten für Führungen:
3,50 € pro Person
Ermäßigt: 2,50 € (Studierende, Bürgergeldempfänger*innen, Asylbewerber*innen, Menschen mit Behindertenausweis.).
Für Gruppen unter 10 Personen gilt ein Sockelbetrag von 35,00 €.
Für Schülerinnen und Schüler ist die Teilnahme an Führungen kostenfrei.
Telefon:
030 / 213 08 51 23
FAX:
Internet:
E-Mail:
Ansprechpartner/innen:
Live Speaker
Guides
Ausstattung:
Nicht barrierefrei.
Kein WC.
Voraussetzung/Nachweise:
Ggf. ein Berechtigungsnachweis.
Sonstige Information: Text übernommen von deren Website
Sie erfahren die wenig bekannte Geschichte von Günter Litfin und seinem Zwillingsbruder Jürgen Litfin, der nach 1989 die Führungsstelle vor Verfall und Abriss bewahrte und dort einen Erinnerungsort für seinen Bruder einrichtete. Anhand des historischen Ortes wird die Funktionsweise des DDR-Grenzregimes aufgezeigt.
Nach dem Mauerfall 1989 engagierte sich Jürgen Litfin für die Erhaltung des Turms, weil dieser sich in der Nähe der Todesstelle seines Bruders befindet und gründete einen Verein. Er machte auch den Turm 2003 für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie zeigt von Jürgen Litfin gesammelte Dokumente, Fotografien und Zeitungsartikel zum Mauerbau, zum Tod von Günter Litfin sowie zu seinem persönlichen Engagement, um die Erinnerung an seinen Bruder wach zu halten und den Wachturm zu retten.
Günter Litfin wurde 1937 in Berlin geboren. Er hatte einen Zwillingsbruder und drei jüngere Brüder. Zunächst wohnte die Familie im Wedding, ab 1940 dann in Weißensee, im späteren Ost-Berlin. Nach Abschluss seiner Schneiderlehre 1957 arbeitete er in einem Maßatelier in der Nähe vom Bahnhof Zoo in West-Berlin. Er gehörte also zu den vielen sogenannten „Grenzgängern“ zwischen dem Ost- und Westteil der Stadt. Diese standen in der DDR zunehmend unter Druck. Um Schwierigkeiten zu umgehen, nahm er sich eine Wohnung in West-Berlin. Dort meldete er sich jedoch nicht polizeilich an, damit er weiterhin seine Familie besuchen konnte. Den endgültigen Umzug verschob Litfin, als im Mai 1961 sein Vater starb um seiner Mutter zur Seite zu stehen. Der Mauerbau am 13. August 1961 zerschlug dann plötzlich seine Zukunftspläne. Durch die Grenzschließung verlor Günter Litfin seine Arbeit und begann, über eine Flucht nach West-Berlin nachzudenken.